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Museum

Dithmarschen - Impressionen einer Landschaft

28. Juni bis 15. November 2020

Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter Beispiele die Entwicklung einer eigenständigen Landschaftsdarstellung in Dithmarschen. Diese setzte für die lange als eintönig und langweilig empfundene Westküstenlandschaft erst spät ein. Es war ein Dilettant, der in Meldorf geborene Friedrich Boie, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts seine Heimat künstlerisch "entdeckte".

Um 1900 wandten sich drei aus der Region stammende Künstler intensiv der Auseinandersetzung mit der heimischen Landschaft zu: Nicolaus Bachmann, Hans Gross und Willy Graba. Ihre Darstellungen prägten das Bild der Küstenregion: Das von Prielen durchzogene Vorland und davor das Watt, die weite Marsch unter hohem Sommerhimmel und gelegentlich ein Motiv von der hügeligen Geest.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen immer wieder Künstler*innen von außerhalb in die Region, die neue Seiten der Dithmarscher Landschaft entdeckten. Dazu zählen u.a. Gertrud von Hassel, Gerhard Hermanns und Claus Vahle. Besonders letzterer brachte eine neue Sichtweise ein, indem er die Veränderungen, die zunehmender Verkehr, Industrieansiedlungen und eine intensivierte Landwirtschaft mit sich brachten, dokumentierte.